

Ab einem Jahresverbrauch von rund 5.000 kWh wird ein Gewerbespeicher wirtschaftlich interessant, weil er nicht nur den Eigenverbrauch absichert, sondern auch aktives Lastmanagement ermöglicht.
Besonders geeignet sind Flachdächer, grundsätzlich aber jede ausreichend große Fläche. Als Richtwert gilt eine Mindestgröße ab 500 m², damit sich eine Gewerbe-PV-Anlage wirtschaftlich lohnt.
Lastspitzenkappung senkt die Netzanschlussleistung und damit direkt die Tarife beim Netzbetreiber. Gelingt es zum Beispiel, die Anschlussleistung durch einen Gewerbespeicher von 2.500 kW auf 2.000 kW zu reduzieren, sind Einsparungen von bis zu 100.000 € pro Jahr möglich. Lastspitzenkappung in Kombination mit einem Gewerbespeicher ist damit eines der wirtschaftlich relevantesten Themen der nächsten Jahre für Unternehmen.
Der Schlüssel liegt in der richtigen Speicherlösung kombiniert mit intelligenter Programmierung: Wer von einem festen, flachen Stromtarif auf einen dynamischen Tarif mit flexiblen Preisen wechselt, kann mit einem Speicher gezielt zu günstigen Zeiten Strom einkaufen und ihn in Zeiten hohen Bedarfs nutzen. So lassen sich die Stromkosten im Unternehmen um sechsstellige Beträge pro Jahr reduzieren.
Nach einer klaren Prioritätenkette: Zuerst wird der selbst erzeugte PV-Strom direkt im Betrieb oder Haushalt verbraucht, danach die Speicher gefüllt und anschließend sofern vorhanden, das Elektroauto geladen, das in der letzten Ausbaustufe selbst als zusätzlicher Speicher dient. Erst wenn der aktuelle und der Bedarf für die nächsten 24 Stunden vollständig gedeckt sind, wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist.